Leonardo Da Vinci - Mona LisaÖl auf Pappelholz, 1503–1506, 77 cm × 53 cm, Louvre in Paris

Tags: 16. Jahrhundert Leonardo da Vinci Landschaft Renaissance Südalpin Portrait Italien Italienische Malerei

Wer kennt sie nicht?

Beschreibung

Länge: 2:11 Min.

Bildbeschreibung und Interpretation des berühmten Gemäldes 'Mona Lisa' von Leonardo da Vinci!

Leonardo Da Vinci - Mona Lisa

Wie soll man zusammenfassen, was es über die Mona Lisa zu sagen gibt? Fangen wir hiermit an – es ist ohne Zweifel das berühmteste Gemälde der Welt. Doch haben Sie sich schon einmal gefragt warum eigentlich?

Auf diese Frage gibt es zahlreiche mögliche Antworten - zumeist wird die Mona Lisa mit ihrem „geheimnisvollen Lächeln“ in Verbindung gebracht. Schon in der ersten Beschreibung eines Zeitgenossen da Vincis wurde auf dieses Lächeln aufmerksam gemacht. Hier wird zudem die Anekdote beschrieben, Leonardo habe das Modell mit Musikern bei Laune gehalten, um sie zu amüsieren, während er ihr Portrait malte. Die beseelte und lebendige Darstellung der Porträtierten wurde bereits zu Lebzeiten sehr geschätzt. Wer sie eigentlich ist, ist bis heute nicht geklärt. Da auch die Homosexualität da Vincis diskutiert wurde, wollten einige Forscher sogar überwiegend männliche Züge in dem androgynen Gesicht erkennen.

Dennoch wird die Berühmtheit des Gemäldes nicht allein diesem Detail geschuldet sein, sondern vor allem der Maltechnik Leonardos: des durch ihn erfundenen „sfumato“. Dies ist eine Technik, die die Motive in einen nebligen Grund hüllt und die Pinselstriche nahezu unsichtbar macht. Leonardo erwirkte diesen Eindruck der trüben Atmosphäre, indem er über den Malgrund dünne, mit Weiß vermengte Lasurschichten legte. Damit erzeugte er eine durchschimmernde, gebrochene Farbtönung. Er verteilte mit feinstem Pinselstrich den Farbauftrag so, dass die Umrisse der Motive scheinbar ineinander fließen.

Zudem geben weitere Details Rätsel auf – auch die Landschaft im Hintergrund ist nicht ganz stimmig, da die Horizontlinie links neben der Mona Lisa viel niedriger ist als rechts. Auch besitzt das Bild zwei Fluchtpunkte. Da da Vinci ein akribischer Künstler war und ein guter Beobachter, mag dies kaum auf dessen Unvermögen zurückzuführen sein.

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