Caspar David Friedrich - Der einsame BaumÖl auf Leinwand, 1822, 55 x 71 cm, Alte Nationalgalerie in Berlin

Tags: 19. Jahrhundert Caspar David Friedrich Romantik Landschaft Deutschland Deutsche Malerei

Der einsame Mensch...

Beschreibung

Länge: 1:32 Min.

Bildbeschreibung und Interpretation des berühmten Gemäldes Der einsame Baum von Caspar David Friedrich!

Caspar David Friedrich - Der einsame Baum

Eine Morgenlandschaft und ein Schäfer, der kaum erkennbar an einen imposanten Baum lehnt. Schafe, die auf den ersten Blick wie Büsche wirken, grasen auf der Weide im Hintergrund. Der Blick in die weite Landschaft wird durch eine großgewachsene und bilddominierende Eiche im Mittelpunkt gestoppt. Am Fuße des Baumes befindet sich ein kleiner See - womöglich der Grund für die Rast des Hirten.

Den direkten Vergleich von Mensch und Natur - verliert hier der Mensch. Zwergenhaft und völlig unbedeutend wirkt seine Existenz im Vergleich zu der kräftigen Eiche. Sonstiges menschliches Leben ist im Hintergrund erahnbar, da Dächer und Silhouetten von Häusern zu sehen sehen - deren Existenz scheint im Vergleich zu der Natur jedoch nur temporär zu sein.

Die Eiche galt dank ihres soliden Holzes schon seit dem Altertum als unverwüstlich. Sie steht als Symbol für Stärke und Lebenskraft.

Diese idyllische Weidenlandschaft wurde von Friedich als Pendant zu einem weiteren Gemälde geschaffen, welches einen Mondaufgang am Meer zeigt. Gemeinsam sind beide Bilder als Tageszeitenzylkus zu verstehen. Doch auch die einsame Eiche selbst versinnbildlicht den stetigen Kreislauf der Natur. Am unteren Teil des Stammes finden wir junge Reben, während sich der Stamm nach oben hin verjüngt und in der Baumkrone nur abgestorbene Äste trägt.

© the artinspector / alexandra tuschka