Vincent van Gogh - Stillleben mit SchwertlilienÖl auf Leinwand, 1889, 71 x 93 cm, Paul Getty Museum in Los Angeles

Tags: Impressionismus Vincent van Gogh 19. Jahrhundert Stillleben Blumen

Wilde Gepflegtheit

Beschreibung

Bildbeschreibung und Interpretation zu dem berühmten Gemälde 'Stillleben mit Schwertlilien ' von Vincent van Gogh!

Vincent van Gogh - Stillleben mit Schwertlilien

Die Schwertlilien ist eines der vielen Gemälde des niederländischen Künstlers Vincent van Gogh. Schwertlilien wurde vor seinem Tod im Jahre 1890 gemalt, während Vincent van Gogh in der Nervenheilanstalt von Saint-Rémy-de-Provence, Frankreich lebte.

"Schon aus der Ferne trifft es aufs Auge. Die Schwertlilien sind eine schöne Studie voller Luft und Leben.“ - von Theo van Gogh (Bruder von Vincent van Gogh)

Er nannte das Gemälde "Der Blitzableiter für meine Krankheit", weil er verstand, wie sehr die Malerei ihn davon abhielt verrückt zu werden. Es wurde noch vor seinem ersten Anfall in der Nervenheilanstalt gemalt.

Das Gemälde wurde von dem japanischen Künstler Ukiyo-e und deren Holzschnitte beeinflusst. Wie viele seiner Werke und die von anderen Künstlern dieser Zeit, waren die japanischen Künstler ein Vorbild. Die Ähnlichkeiten treten mit starken Konturen, ungewöhnlichen Blickwinkeln und besonderen Nahaufnahmen hervor.

Vincent van Gogh hielt diese Art der Malerei für eine Studie, was vermutlich der Grund ist, warum es keine bekannten Zeichnungen für dieses Werk gibt. Theo, van Goghs Bruder, überlegte es sich schnell und legte dieses Werk der jährlichen Ausstellung der „Société des Artistes Indépendants“ in September 1889 vor (einer Künstlergemeinschaft welcher auch Monet und Renoir angehörten). Zusammen mit „Sternennacht über der Rhône“ waren dies die ersten Werke in einer Pariser Ausstellung von Vincent van Gogh. Theo schrieb an Vincent über die Ausstellung: "Schon aus der Ferne trifft es aufs Auge. Die Schwertlilien sind eine schöne Studie voller Luft und Leben.“ - von Theo van Gogh (Bruder von Vincent van Gogh). Im Jahre 1987 war es das höchst verkaufte Gemälde der Welt. Aktueller Wert über 100 Mio. USD.

Die Kunst van Goghs ist stark vom japanischen Farbholzschnitt beeinflusst, seine heute “typische” Malweise entwickelte sich im reiferen Stil und wird von hervortretenden Konturen, ungewöhnlichen Blickwinkeln, besonderen Nahaufnahmen und auffälligen Komplementärkontrasten geprägt. Vor allem die schnellen, spontan nebeneinander gesetzten Pinselstriche in ihrem pastosen Auftrag verleihen seinen Bildern Intensität, Lebendigkeit und eine gewisse Unmittelbarkeit.

Die Schwertlilien wurde unmittelbar vor Vincent van Goghs Tod im Jahre 1890 gemalt, während er in der Nervenheilanstalt von Saint-Rémy-de-Provence in Frankreich lebte. Er bezeichnete das Gemälde  als "Blitzableiter seiner Krankheit”, denn Kunst war für ihn gleichzeitig Therapie. Abgebildet ist die Nahsicht eines Blumenbeetes, in dessen Zentrum eine Reihe der Zierpflanzen aus dem Boden sprießt. Die trompetenförmig verwachsenen Blütenhüllblätter  des Liliengewächses heben sich in ihrem bläulich-violetten Ton vom Grün der schwertförmigen Blätter und vom Rot-Braun des Bodens ab. Doch inmitten des gleichförmigen  Schwertlilienmeers sticht eine weiße Blüte ins Auge, die eine willkommene Abwechslung bietet.

Der Bruder van Goghs stellte dieses Werk der jährlichen Ausstellung der „Société des Artistes Indépendants“ im September 1889 vor, einer Künstlergemeinschaft welcher auch Monet und Renoir angehörten. Zusammen mit der „Sternennacht über der Rhône“ war dies das erste seiner Werke in einer Pariser Ausstellung, worüber der Bruder Theo schrieb: "Schon aus der Ferne trifft es auf’s Auge. Die Schwertlilien sind eine schöne Studie voller Luft und Leben.“ Im Jahre 1987 war es sogar das höchst verkaufte Gemälde der Welt, dessen aktueller Wert auf über 100 Mio. USD geschätzt wird.

© the artinspector / alexandra tuschka